Hoffnungsvoller Sternenhimmel

Für Johanna 

Er stand auf der Bergspitze und blicke hinab. Hinab auf die Häuser, hinab auf die Stadt, die ruhig und verschlafen darlag. Hätte er es nicht besser gewusst, hätte er sie auch für so ruhig gehalten.

Doch es war nur ein Schein der Friedlichkeit. Bald würde die entspannte Dunkelheit den ersten Sonnenstrahlen weichen. Mit der Sonne würde auch die Welt aufwachen und es wäre wieder so wie jeden Tag. Der Schrecken, die Angst, die Ungewissheit - all das wäre zurück.

Aber solange die Sterne noch am Himmel funkelten, solange der Mond noch einen fahlen Schein auf die Häuserkuppen warf, so lange konnte er noch hoffen. Hoffen auf eine bessere Welt ohne Leid, Hunger und Krieg. 

Und jeden Tag starben weitere unschuldige Menschen. 

Auch wenn man meinen sollte, er würde daraus lernen, hoffte er immer noch vor jedem Sonnenaufgang, dass der nächste Tag ein kleines Stückchen besser als der Vorherige sein würde. Und der darauffolgende Tag wieder ein bisschen besser.

Egal wie oft das nicht der Fall war, er gab seine Hoffnung nicht auf. Irgendwann würde dieser Tag kommen und er würde ihn mit einem Lächeln auf den Lippen empfangen.

© Charlottes Bücher 
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Kommentare

  1. Oh, dieser Text... ich hab ihn jetzt nochmal gelesen, und ich liebe ihn so! Es ist mir eine Ehre, dass du ihn mir gewidmet hast. ❤✨🙏🏼

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